Booklooker im Test: Erfahrungen, Gebühren und Vergleich zu Medimops, Rebuy und ZVAB

Booklooker ist einer der größten deutschsprachigen Online-Marktplätze für gebrauchte und antiquarische Bücher. Anders als Medimops oder Rebuy, die Bücher selbst ankaufen, ist Booklooker ein Marktplatz mit über 4.000 Händlern und Privatverkäufern. Käufer finden hier auch seltene und vergriffene Titel, Verkäufer bestimmen ihre Preise selbst.

Was ist Booklooker und wie funktioniert die Plattform?

Booklooker wurde 1998 in Erlangen gegründet und gehört seit 2007 zur AbeBooks-Gruppe, die wiederum Teil des Amazon-Konzerns ist. Die Plattform ist auf den deutschsprachigen Markt fokussiert und unterscheidet sich grundlegend von Recommerce-Anbietern wie Medimops oder Rebuy.

Während Medimops Bücher zum Festpreis ankauft und selbst weiterverkauft, ist Booklooker ein klassischer Marktplatz. Anbieter sind professionelle Antiquariate, Buchhändler und Privatpersonen. Sie stellen ihre Bücher mit individuell festgelegten Preisen ein, Käufer wählen aus den Angeboten den passenden Anbieter aus. Das Sortiment umfasst nicht nur aktuelle Romane und Sachbücher, sondern auch Antiquariate, vergriffene Auflagen, Sammlerausgaben, Comics, Zeitschriften und Schallplatten.

Die Plattform ist nach eigenen Angaben werbefrei und finanziert sich über Verkaufsprovisionen. Für Käufer ist die Nutzung kostenlos, ein Konto wird erst beim Bestellvorgang nötig.

Bei Booklooker Bücher kaufen

Der Kaufprozess ist unkompliziert. Über die Suchmaske lassen sich Bücher nach Titel, Autor, ISBN oder Verlag finden. Booklooker zeigt anschließend alle verfügbaren Angebote für das gesuchte Buch sortiert nach Preis, Versandkosten oder Bewertung des Anbieters.

Beim Kauf wählst du also nicht nur ein Buch, sondern auch einen Anbieter. Das ist ein zentraler Unterschied zu Medimops oder Rebuy, wo es keine Auswahlmöglichkeit gibt. Bei Booklooker kannst du Anbieter mit guten Bewertungen bevorzugen und mehrere Bücher beim selben Verkäufer bestellen, um Versandkosten zu sparen.

Bezahlt wird je nach Anbieter per PayPal, Vorkasse, Kreditkarte oder SEPA-Lastschrift. Booklooker bietet einen eigenen Käuferschutz: Kommt das Buch nicht oder weicht der Zustand stark von der Beschreibung ab, kannst du innerhalb von 30 Tagen reklamieren.

Die Preise schwanken stark. Aktuelle Bestseller liegen oft zwischen 4 und 12 Euro inklusive Versand. Antiquarische und vergriffene Titel können deutlich teurer sein, besonders bei seltenen Erstausgaben oder Sammlerstücken. Schulbücher älterer Auflagen sind oft schon ab 1 bis 3 Euro zu finden.

Bei Booklooker Bücher verkaufen

Der Verkauf bei Booklooker funktioniert grundlegend anders als bei Momox oder Rebuy. Du erhältst keinen Festpreis-Ankauf, sondern stellst deine Bücher selbst zum Wunschpreis ein. Das bedeutet mehr Aufwand, oft aber auch höhere Erlöse, besonders bei wertvollen oder seltenen Büchern.

Für den Verkauf legst du ein kostenloses Verkäuferkonto an. Booklooker unterscheidet zwischen Privatverkäufer- und Händler-Konten. Privatverkäufer können bis zu 25 Artikel kostenlos einstellen, danach fallen Einstellgebühren an. Händler zahlen eine monatliche Grundgebühr und profitieren im Gegenzug von erweiterten Funktionen.

Booklooker Logo
Unsere Empfehlung
★★★★ 4,0 / 5 bei Trustpilot

Bücher verkaufen bei Booklooker

Marktplatz für gebrauchte und antiquarische Bücher mit eigenem Pricing. Selbst entscheiden, was die Bücher wert sind, statt Festpreis-Algorithmen zu folgen.

Eigenes Pricing Selbst entscheiden, was Bücher wert sind
Höhere Erlöse möglich Marktpreis statt Festpreis-Pauschale
Auch Antiquariat Sammlerstücke und vergriffene Werke
Privat oder gewerblich Beide Verkäufer-Typen willkommen
Große Reichweite Mehrere Millionen aktive Käufer
Seit 2002 etabliert Erfahrener Marktplatz aus Deutschland
Jetzt bei Booklooker verkaufen →

Marktplatz mit eigenem Pricing · Weiterleitung zu booklooker.de

Die Verkaufsprovision liegt bei 7,5 Prozent des Verkaufspreises plus 0,30 Euro pro verkauftem Artikel. Versandkosten kalkulierst du selbst und reichst sie an den Käufer weiter.

Beim Einstellen der Bücher gibst du ISBN oder Titel ein, Booklooker übernimmt automatisch die Stammdaten. Du ergänzt Zustand (sehr gut, gut, akzeptabel, etc.), Preis und gegebenenfalls Beschreibung der Mängel. Der Versand erfolgt nach Bestellung selbstständig durch dich. Booklooker bietet keine vorfrankierten Etiketten wie Momox.

Wer regelmäßig größere Mengen verkauft, sollte die ISBN-Scanner-App nutzen. Sie beschleunigt das Erfassen erheblich.

Booklooker Erfahrungen: Was sagen Käufer und Verkäufer?

Die Erfahrungen mit Booklooker sind überwiegend positiv. Auf Trustpilot und in Verbraucherportalen wird die Plattform als seriös eingestuft. Wer fragt, ob Booklooker seriös ist, findet damit eine klare Antwort: Ja, mit über 25 Jahren Marktpräsenz, AbeBooks-Anbindung und etabliertem Käuferschutz gehört Booklooker zu den sichersten Buch-Marktplätzen im deutschsprachigen Raum.

Käufer loben besonders das große Sortiment und die Möglichkeit, vergriffene Titel zu finden, die bei Amazon, Medimops oder Thalia nicht mehr verfügbar sind. Kritisch bewertet werden teils die Versandkosten, da diese pro Anbieter anfallen. Wer mehrere Bücher von verschiedenen Verkäufern bestellt, zahlt mehrfach Porto.

Verkäufer schätzen die freie Preisgestaltung und den Zugang zu Sammlern, die für seltene Bücher faire Preise zahlen. Als Nachteil wird der manuelle Aufwand genannt: Bücher selbst einstellen, Anfragen beantworten, Pakete packen. Wer schnell und unkompliziert Bücher loswerden will, kommt mit Momox oder Medimops besser weg. Wer hingegen Wertpotenzial in seinen Büchern sieht, bekommt bei Booklooker oft mehr.

Ein häufig genannter Pluspunkt: Booklooker ist nicht algorithmisch wie Amazon, sondern lebt vom Direktkontakt zwischen Käufer und Verkäufer. Das schafft Vertrauen, kann aber auch zu Verzögerungen führen, wenn ein Anbieter wenig aktiv ist.

Versand, Reklamation und Käuferschutz

Der Versand erfolgt durch den jeweiligen Verkäufer. Standardmäßig wird Bücher- oder Warensendung der Deutschen Post genutzt, größere Pakete gehen per DHL oder Hermes. Versandkosten und Lieferzeit variieren je nach Anbieter zwischen 1,80 und 6 Euro innerhalb Deutschlands.

Reklamationen laufen direkt mit dem Verkäufer. Klappt die Einigung nicht, schaltet Booklooker den Käuferschutz ein. Voraussetzung ist eine Zahlung über das integrierte Bezahlsystem. Bei reinen Vorkasse-Überweisungen außerhalb des Systems greift der Schutz nicht.

Häufige Reklamationsgründe sind Zustandsabweichungen („gut“ beschrieben, faktisch „stark gebraucht“), fehlende Lieferung oder beschädigter Versand. In den meisten Fällen kümmert sich der Anbieter direkt um Erstattung oder Ersatzlieferung. Bei strittigen Fällen entscheidet der Booklooker-Support.

Booklooker im Vergleich zu Medimops, Rebuy und ZVAB

PlattformModellStärkenSchwächen
BooklookerMarktplatz mit 4.000+ AnbieternRiesiges Sortiment, freie Preise, antiquarisch und selten verfügbarMehr Aufwand beim Verkauf, Versandkosten pro Anbieter
MedimopsFestpreis-Ankauf, eigenes LagerEinfaches Verkaufen mit ISBN-Scan, kostenloser Versand, sofortige AuszahlungNiedrige Ankaufpreise, keine Verhandlung möglich
RebuyFestpreis-Ankauf wie Medimops, breiteres SortimentÄhnlich wie Medimops, zusätzlich ElektronikNiedrigere Ankaufpreise als Booklooker bei seltenen Büchern
ZVABAntiquariats-Marktplatz, SchwesterplattformSpezialist für Antiquariate und SammlerstückeWeniger Massenware, eher Nische

Die Auswahl hängt vom Buchtyp ab. Aktuelle Bestseller und gängige Romane lassen sich am schnellsten bei Medimops oder Rebuy verkaufen. Schulbücher mittlerer Auflagen sind bei beiden gut platziert. Antiquarische Werke, Erstausgaben, Sammlerstücke und vergriffene Fachliteratur bringen bei Booklooker oder ZVAB deutlich mehr.

Kaufseitig gilt: Wer schnell ein Standardbuch günstig will, kauft bei Medimops. Wer Auswahl, gezielte Anbieter-Auswahl und seltene Titel sucht, ist bei Booklooker besser aufgehoben.

Für wen lohnt sich Booklooker?

Booklooker ist die richtige Plattform für drei Zielgruppen. Erstens: Sammler und Leser, die spezifische, oft schwer zu findende Bücher suchen. Zweitens: Verkäufer mit wertvollen oder seltenen Beständen, die freie Preisgestaltung wollen. Drittens: Lehrkräfte und Studierende, die ältere Auflagen von Fachbüchern oder Schulbüchern brauchen, die im regulären Handel nicht mehr verfügbar sind.

Wer dagegen schnell aktuelle Romane oder Schulbücher gängiger Reihen verkaufen möchte, fährt mit Medimops oder Rebuy einfacher. Der Komfort des Festpreis-Ankaufs wiegt die niedrigeren Erlöse für viele auf.

Eine pragmatische Strategie: Bücher zuerst bei Booklooker mit ISBN-Suche prüfen. Liegt der durchschnittliche Verkaufspreis dort deutlich über dem Medimops-Ankauf, lohnt das Einstellen. Bei niedrigem Preisunterschied ist Medimops effizienter.

Häufige Fragen zu Booklooker

Ist Booklooker kostenlos? Für Käufer ja, ohne Anmeldegebühr und ohne Mitgliedschaft. Für Verkäufer ist die Anmeldung ebenfalls kostenlos. Beim Verkauf fällt eine Provision von 7,5 Prozent plus 0,30 Euro pro verkauftem Artikel an.

Wie lange dauert der Versand? Das hängt vom jeweiligen Verkäufer ab. Professionelle Anbieter versenden meist innerhalb von 1 bis 2 Werktagen, Privatverkäufer können länger brauchen. Insgesamt ist die Lieferung in 2 bis 7 Werktagen üblich.

Was tun, wenn ein Buch nicht ankommt? Zunächst den Verkäufer direkt kontaktieren. Reagiert er nicht oder bleibt das Problem ungelöst, schaltest du den Booklooker-Käuferschutz ein. Voraussetzung ist eine Zahlung über das integrierte Bezahlsystem.

Wie hoch sind die Verkaufsgebühren? 7,5 Prozent Provision auf den Verkaufspreis plus 0,30 Euro pro verkauftem Artikel. Bei Privatverkäufer-Konten sind die ersten 25 Einträge gebührenfrei, danach fallen geringe Einstellgebühren an.

Kann man bei Booklooker auch antiquarische Bücher verkaufen? Ja, Booklooker ist sogar einer der wichtigsten Marktplätze für Antiquariate im deutschsprachigen Raum. Über die Schwesterplattform ZVAB sind Bücher zusätzlich für Sammler weltweit sichtbar.

Ist Booklooker oder Medimops besser? Das hängt vom Buch ab. Aktuelle Bestseller und gängige Titel bringen bei Medimops schnellen, unkomplizierten Verkauf. Antiquarische, seltene oder hochpreisige Bücher erzielen bei Booklooker oft deutlich mehr Erlös.

Von Redaktion

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